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am 12. November 2017

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Förderverein Leichtathletik & Events München e.V.
Wolfgang Stengel
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Internationales Pfingstmeeting 2012: ein tolles Leichtathletik-Fest

Daten 2012:

151 Ergebnisse
148 Teilnehmer

Mit 574 Teilnehmer und 819 Meldungen gab es beim Internationalen Pfingstmeeting des PSV München 2012 jeweils neue Rekordmarken. Nahezu die gesamte deutsche Spitze der 400 Meterläufer und der 400m Hürdenläufer war nach München gekommen, um sich an den Normen für die Europameisterschaft bzw. den Olympischen Spielen zu versuchen. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an diese Rennen. Beide Disziplinen waren dann auch die Highlights des Tages.

Über 400 Meter gab es einen heißen Fight zwischen dem Lokalmatador Kamghe Gaba von der LG Stadtwerke und Thomas Schneider vom Dresdner SC. Erst auf der Zielgeraden entschied Schneider das Rennen für sich. Seine Siegerzeit von 46,19 sec. war neue deutsche Jahrsbestleistung. Schneider war mit seiner Zeit sehr zufrieden, auch wenn er knapp an der Norm für die Europameisterschaft in Helsinki vorbeischrammte. Im fehle noch etwas die Spritzigkeit, sagte der Dresdner, sei aber guter Dinge, selbst die Norm für die Olympischen Spiele von 45,25 sec. rechtzeitg zu schaffen. Auch der unterlegene Kamghe Gaba freute sich über seine deutliche Leistungssteigerung auf jetzt 46,37 sec.

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Die erfolgreichen Hürdler im Interview mit Stadionsprecher Florian Weber.
Von l.n.r.: David Gollnow, Florian Weber, Tobias Giehl, Varg Königsmark.

Höhepunkt des Meetings waren zweifelsohne die 400 Meter Hürden. Bundestrainer Volker Beck schickte sein bestes Team an den Start. Der Wettbewerb hielt dann auch was er versprach. In einem bis zum Schluss spannenden Rennen lieferte sich der für die LG Stadtwerke startende David Gollnow, der wie Kamghe Gabe Mitglied des PSV München ist und Varg Königsmark von der LG Berlin, lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Gollnow setzte sich auf der Zielgeraden klar durch und siegte in der neuen deutschen Jahresbestzeit von 49,69 sec. vor dem Münchner Vorstädter Tobias Giehl von der LG Würm Athletik, der mit 49,75 sec. ebenfalls eine sehr gute Leistung zeigte und Varg Königsmark. Gollnow und Giehl unterboten damit die geforderte Europameisterschaftsnorm. Auch die Norm für London von 49,30 sec. ist jetzt in Reichweite.

Vier Nachwuchsathleten schafften in München die Norm für die Jugendweltmeisterschaft in Barcelona. Es sind dies Lukas Schmitz vom LAC Bayer Uerdingen-Dormagen über 400 Meter in 47,15 sec., Sebastian Kapferer aus Innsbruck über 110 Meter Hürden in 14,22 sec., Thomas Kain vom ATSV OMV Auerstal in 52,73 sec. und Carina Schrempf vom ATV Irdning in 52,73 sec. über 400 Meter.
Die genannten Leistungen waren gleichzeitig neue Meetingrekorde zu denen noch mit Bestleistungen über 800 Meer der Frauen in 2:08,66 Minuten durch Sandra Keil (LAC Quelle Fürth) und über 200 Meter in der Frauenklasse durch Lisa-Marie Jacoby vom Erfurter LAC, zwei weitere hinzukamen. Viele Athleten freuten sich über persönliche Bestleistungen und die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften.

Dass dieses Meeting, das mit Unterstützung des MTV Ingolstadt traditionell vom PSV München veranstaltet wurde, nicht nur für die Spitzenathleten eine gern besuchte Veranstaltung ist, sondern auch eine Plattform für die Athletinnen und Athleten der zweiten und dritten Reihe ist, beweisen die teils großen Teilnehmerfelder. Im 1500 Meterlauf gingen 103 Teilnehmer an den Start. Über 100 Meter der Frauen und weiblichen Jugend zählte man 72 Starterinnen. Auch die 400 Meter der Männer und männlichen Jugend waren mit 48 Startern stark besetzt.

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v.l.n.r.: Ilke Wyludda, Marie Brämer-Skowronek, Raimund Spicher, Marianne Buggenhagen, Nils Paschold, Martina Willing,
Frances Herrmann, Hans-Ulrich Prill, Uli Iser, Karl Brunner, Danaiel Scheil.

Stehend v.l.: Meetingleiter Wolfgang Stengel und Bundestrainer Brend Mädler

Die Wettbewerbe für die Rollstuhlsportler sind seit einigen Jahren ein fester Bestandteil des Münchner Pfingstmeetings. Für sie ging es darum, sich für die Paralympischen Spiele in London zu empfehlen.
Sie qualifizieren sich allerdings nicht über bestimmte Normen, sondern über ein Auswahlverfahren mit der Maßgabe Medaillenchance. Im Team, das in München antrat, waren u. a. die mehrfache Paralympic-Siegerin und Weltmeisterin Marianne Buggenhagen, Martina Willing und neuerdings auch Ilke Wyludda aus Halle/Saale. Die ehemalige Olympiasiegerin im Diskuswurf von 1996 in Atlanta, sitzt seit einer Erkrankung im Rollstuhl. Sie sieht nun im Behindertensport eine neue Herausforderung. Mit dabei war auch der Lokalmatador Raimund Spicher vom PSV München. Er stellte im Diskuswurf mit einer Weite von 32,06 Meter, sehr zur Freude seines Trainers Wolfgang Stengel, der gleichzeitig auch Meetingdirektor war, eine neue persönliche Bestleistung auf.

Drei junge Nachwuchsathleten des PSV München stellten sich ebenfalls der internationalen Konkurrenz. Ben Kapfenberger siegte im 1000 Meterrennen der unter 16-jährigen und Katharina Lohr belegte über 300 Meter Hürden Platz drei. Christina Hering belegte im 400 Meterlauf der weiblichen Jugend mit 55,70 sec. Platz 2.

Den 100 Meterlauf der Männer gewann Philipp Gretz bei starken Gegenwind in 10,98 sec. Er profitierte allerdings dabei vom Verletzungspech des Topfavoriten Maximilian Kriese vom Dresdner SC. Er hatte mit 10,80 sec. die schnellste Vorlaufzeit erzielt.

Die anwesenden Bundestrainer Volker Beck, Stefan Poser, Daniel Limburger und die Heimtrainer von David Gollnow, Tobias Giehl und Thomas Schneider, Olaf Gollnow, Peter Rabenseifner und Jochen Wiedemann waren nicht nur mit den Leistungen Ihrer Schützlinge zufrieden, sondern auch voll des Lobes für den Veranstalter für die "fast perfekte" Durchführung.

Veranstaltungsleiter Wolfgang Stengel wird dieses Lob gerne an alle Helfer und an die Kampfrichter weitergeben. Stengel dazu: "Eine starke Teamleistung"!