LoginClose

logo olympia alm crosslauf

am 12. November 2017

Menü

Kontakt

Förderverein Leichtathletik & Events München e.V.
Wolfgang Stengel
Thorner Straße 23
80993 München

Telefon:
089/1415748 od. 0177-7832992
Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Förderer und Gönner gesucht

Für einen Jahresbeitrag von 60,00 Euro kann jede natürliche Person Mitglied des Fördervereins werden.

mehr ...

Internationales Pfingstmeeting 2010

Daten 2010:

151 Ergebnisse
148 Teilnehmer

  • Veranstalter verzeichnet 18 neue Meetingrekorde
  • 12 teilnehmende Länder sind ebenfalls neue Bestmarke
  • Deutsche Jahresbestleistung durch Jill Richards über 400m Hürden und durch Thomas Schneider aus Potsdam über 400m
  • James Kangogo aus Kenia siegt über 1500 m
  • Der 19-jährige Michael Salzer wirft WM-Norm im Diskus
  • Der Pole Didenko Mateusz gewinnt den Stabhochsprung
  • WM-Normwettkampf der Behinderten ein voller Erfolg

Nach langer Regenperiode verwandelte die Sonne am vergangenen Samstag das Münchner Dantestadion rechtzeitig in einen sonnendurchfluteten Leichtathletiktempel. Die über 470 Athletinnen und Athleten aus 12 Ländern, dies bedeutete neuen Teilnehmerrekord, gingen angesichts dieser herrlichen Rahmenbedingung frohgelaunt und voller Ehrgeiz in ihre Wettkämpfe. Von dieser positiven Stimmung zeugen letztlich zwei neue deutsche Jahresbestleistungen und 18 Meetingrekorde von beachtlichem Niveau.

München braucht sich mit diesem Erfolg nicht hinter den großen Meetings in Deutschland, die alle wesentlich mehr Budget zur Verfügung haben, verstecken.

JamesKangogo

Vorne: James Kangogo, Kenia, Sieger im 1500-Meter-Lauf (Bild: Josef Rüter)

Eine von den zwei deutschen Jahresbestleistungen erzielte Jill Richards vom SCC Berlin in 56,82 s über die 400 m Hürden. Die andere Bestmarke steuerte Thomas Schneider vom SC Potsdam in einer neuen persönlichen Bestzeit von 46,15 s über 400 m bei.

Einen nicht erwarteten Massenansturm erlebt man bei den 1500-Meter-Läufen. In sieben Zeitläufen gingen 104 (!) Läuferinnen und Läufer an den Start.
Einen souveränen Sieg erzielt hier der Kenianer James Kangogo in der Zeit von 3:39,16 Minuten. Er distanzierte dabei seinen afrikanischen Landsmann Jimmy Adar aus Uganda (3:40,47 min.) klar. Den 3. Platz holte sich der Friedrichshafener Richard Ringer in 3:44,80 Minuten. Zahlreiche Starter freuten sich in den ausgeglichenen Läufen über persönliche Bestleistungen.

HochsprungMaenner

Jean-Claude Rabbath, Libanon - Sieger im Hochsprung (Bild: Josef Rüter)

Für viele der teilnehmenden Jugendlichen ging es nicht nur um den Tagessieg, sondern auch um die Qualifikation für die U 20 WM in Kanada. Diese Herausforderung bestanden der 19-jährige Michael Salzer von TG Nürtingen, der den Diskus auf 61,07 Meter schleuderte. Zweiter in diesem Wettbewerb wurde David Wrobel vom VfB Stuttgart mit 58,09 Meter, was ebenfalls die Norm bedeutete. Der Drittplatzierte Lukas Weißhaidinger aus Österreich warf mit 57,34 Meter österreichischen Landesrekord.

Der Asienmeister im Hochsprung, Jean-Claude Rabbath aus dem Libanon sprang mit 2,10 Meter neuen Meetingrekord. Er war mit seiner Leistung allerdings nicht zufrieden. Kein Wunder, er hat heuer schon 2,20 Meter überquert und wollte seine Saisonbestleistung deutlich steigern.

FabianSchulze

Fabian Schulze, LG Stadtwerke München (Bild: Josef Rüter)


Trotz Meetingrekord von 19,69 Meter war auch Kugelstoßer Marco Schmidt vom VfL Sindelfingen nicht zufrieden. Er wollte unbedingt erneut die EM-Norm von 20.20 Meter stoßen. Seine aktuelle PB liegt bei 20,58 Meter.

Ein Spektakel war natürlich der Stabhochsprung, wenn gleich mit 5,50 Meter alle Springer, unter ihnen die Lokalmatadoren Tim Lobinger und Fabian Schulze, hinter den eigenen Erwartungen zurück blieben.

Gleich sieben Meetingrekorde steuerten die Frauen bei. Bestmarken setzten Maren Schulze von der LG Nord Berlin in 24,16 s über 200 Meter, Burkhardt Samira, VfL Sindelfingen, mit 16,22 Meter im Kugelstoßen, Veronika Watzek aus Villach mit 55,84 Meter im Diskuswerfen, Victoria Schreibeis aus Wien mit 13,50 s über 100 m Hürden, Jill Richards über 400 m Hürden, Daniela Höllwarth, LG Stadtwerke München, mit 4,05 Meter im Stabhochsprung und Marina Schneider aus Innsbruck mit 1,75 Meter im Hochsprung.



SchreibeisHue

Meetingchef Wolfgang Stengel mit der Siegerin über 100-Meter-Hürden Victoria Schreibeis aus Wien (Bild: Josef Rüter)

Bei der mJA gab es neben dem schon erwähnten Diskuswurf von Michael Salzer noch Rekordmarken durch Martin Sperlich aus Friedrichshafen mit 3:51,16 Minuten für die 1500 Meter, 4,90 Meter im Stabhochsprung durch Lukas Schwaiblmair aus Gräfelfing und durch Kim Seyfried vom TSV Göggingen mit 59,79 Meter im Sperrwurf.

Die weibliche Jugend steuerte zwei Meetingrekorde und zwar über 1500 Meter in 4:21,68 Minuten durch Rebecca Cheptegei aus Uganda und Tamara Lemmermeier in 1:04,12 Minuten über 400 m Hürden.

Die Qualifikation zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft gelang den 4 x 100 m Staffeln der Männer und Frauen von der LG Stadtwerke München mit 40,43 s bzw. 47,69 s.

Einfach mitten drin und nicht an den Rand gedrängt wie sonst üblich, wenn Behinderte einen Wettkampf durchführen,
fühlte sich das paralympische Kernteam der Rollstuhlfahrer Wurf/Stoß. In München absolvierten Sie ihren Normwettkampf
für die WM in Neuseeland erstmals auf einer eigenen Anlage mitten im Stadion. Stimuliert von den guten Bedingungen erreichten fast alle Starter gute bis sehr gute Leistungen.
Neue persönliche Bestleistungen gab es für Birgitt Kober (Bayer 04 Leverkusen) im Diskuswurf mit 23,15 Meter und Speerwurf mit 24,26 Meter.
6 Meter im Kugelstoß bedeuten neue deutsche Bestleistung für die Schadensklasse F 53 durch Rico Glagla von SC DHFK Leipzig. Neue Saisonbestleistung mit 11,12 Meter stieß Ulli Iser von ABSV Halle. Lokalmatador Raimund Spicher von PSV München warf den Speer auf die neue persönliche Bestmarke von 21,19 Meter.
Auch Martina Willing beendete ihre Wettkämpfe im Diskuswurf (21,94 Meter), Speerwurf (22,90 Meter) und Kugelstoßen (8,27 Meter) nahe an ihren Bestleistungen.
Annegrit Briesmann aus Hessen und Nils Paschold aus Thüringen, die beide direkt aus dem Trainingslager angereist waren, waren sichtlich mit ihren Leistungen zufrieden. Michael Fischer aus München ließ bei seinem ersten großen Wettkampf Potential nach oben erkennen.
Etwas schüchtern aber doch interessiert verfolgten die nichtbehinderten Sportler die Wettkämpfe der Behinderten.

Angesichts dieser teils hochklassigen Ergebnisse und der vielen positiven Rückmeldungen bzw. Äußerungen der Athleten und Betreuer, kann Meetingdirektor Wolfgang Stengel eine glänzende Bilanz ziehen. Stengel: "Dieser großartige Erfolg ist das Ergebnis einer tollen Teamleistung von rund 80 Kampfrichtern und freiwilligen Helfern, die zum Teil dafür ihren Urlaub verschoben haben, um helfen zu können. Ich bin stolz auf mein Team und sage herzlichen Dank!" Ein Wehrmutstropfen war einzig die geringe Zuschauerresonanz.